2010-2011 Résumé:
Résumé Saison 2010/2011
Die Saison 2010/2011 begann sehr vielversprechend. Ich nutze die Schneebedingungen
im Frühjahr optimal und trainierte bis Ende April auf Schnee. Da ich
einen Materialwechsel von Fischer auf Atomic hinter mir hatte musste ich
gemeinsam mit meinem Servicemann einiges an Testarbeit leisten. Die Pause
in dieser Vorbereitung fiel leider sehr kurz aus, mir blieb lediglich 1
Woche um Energie für die neue Saison zu tanken. Jedoch fiel es mir
mit den Erfolgen im vorangegangenen Winter und der absolut starken körperlichen
Verfassung leicht, Motivation für eine neue Saison zu finden. Mein
sportliches Umfeld aus Trainern, Therapeuten und Ärzten bekräftigten
meinen Enthusiasmus – ich wollte einfach eine Stufe höher in
meiner Karriere. Bis in den Herbst hinein lief alles perfekt: ich trainierte
so viel wie noch nie zuvor, ich dominierte die ÖSV-Testläufe und
war bereit für eine erfolgreiche Saison. Ich absolvierte in der Nähe
von Lillehammer (NOR) einen letzten Vorbereitungskurs vorm Weltcupstart
um den letzten Feinschliff zu vollziehen. Ich nahm auch bei einem internen
Ausscheidungs-Rennen der russischen Langläufer (absolute Spitzenklasse
im Weltcup) teil und konnte den hervorragenden 5. Platz belegen mit nur
30 Sekunden Rückstand auf den Matador in dieser Disziplin, 15km in
der klassischen Technik, und sogar ausländische Trainer prophezeiten
eine starke Saison. Jedoch kam es nach dem Weltcupauftakt in Gällivare
(SWE) anders. Beim 2. Weltcup in Kuusamo (FIN) bestritt ich das Rennen in
schlechter gesundheitlicher Verfassung. Einen Tag später diagnostizierte
der Doktor eine leicht Grippe, jedoch in Verbindung mit absoluter körperlicher
Anstrengung mit verheerenden Folgen. Nach einer kurzen Pause wollte ich
unbedingt wieder in den Weltcup einsteigen um meinen Fixstartplatz vom Vorjahr
auszunützen. Jedoch wurde ich nach Belastung wieder krank. Dieses Spiel
wiederholte sich Woche für Woche und war mein Körper halbwegs
wieder fit, wurde ich sofort zu Rennen geschickt. So bestritt ich fast die
komplette Weltcupsaison. Bei kürzeren Distanzen wirkte sich die gesundheitliche
Verfassung nicht so negativ auf die Leistung aus. Beim Weltcup-Sprint in
Toblach (ITA) belegte ich im Prolog den 19. Rang mit nur 3 Sekunden Rückstand
auf den Erstplatzierten, leider verpatzte mir dann ein unglücklicher
Sturz beim Start im Viertelfinale eine Top-Platzierung und ich beendete
das Renne als 26. Zwei Tage zuvor ließ ich schon mit dem 31. Platz
beim Klassik-Sprint in Oberhof (GER) aufhorchen, hier fehlten nur ein paar
Zehntel. Im Nachhinein gesehen waren diese Ergebnisse dafür verantwortlich,
dass ich und die Trainer nie ein richtige Ruhephase einplanten. Ich qualifizierte
mich auch für die nordischen Weltmeisterschaften in Oslo, dem Königreich
des Langlaufsports. Leider wurde meine körperliche Verfassung immer
schlechter und ich musste für mich eine Entscheidung treffen, entweder
Starten, ohne den Funken einer Chance auf eine Topplatzierung (schließlich
sind bei Weltmeisterschaften weniger Starter als im Weltcup), oder die Heimreise
antreten und gesund werden. Ich hatte mittlerweile starke Durchblutungsstörung
der oberen Extremitäten und hatte Schwierigkeiten beim Treppensteigen
sodass ich schweren Herzens die Heimreise antrat und die Saison beendete.
Im Frühjahr hatte ich zahlreiche Untersuchungen wegen meiner schlechten
körperlichen Verfassung. Im Endeffekt war mein Körper stark überbelastet,
mein Herz und die Blutzufuhr sind absolut in Ordnung. Seit der ersten Mai-Woche
befinde ich mich im Trainingsbetrieb und bereite mich für eine neue
Saison vor. Neue Trainer, eine kleinere Mannschaft und kompetente Therapeuten
ermöglichen mir eine Individualisierung meines Trainings und ich kann
somit meine eigenen Vorstellungen ins Training integrieren.